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Öffentlicher Gesundheitsdienst

Aufgaben und Ziele

Der öffentliche Gesundheitsdienst (OGD) wird - neben dem ambulanten und dem stationären Bereich - häufig als „dritte Säule" der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung bezeichnet.

Er ist damit ein Teil des öffentlichen Gesundheitswesens. Das öffentliche Gesundheitswesen umfasst „das planmäßige Handeln des Staates (Bund, Länder), der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts (z. B. Gemeinden, Landschafts- bzw. Landeswohlfahrtsverbände, Landesversicherungsanstalten, Ärztekammern usw.) sowie sonstiger Einrichtungen, Verbände (z. B. Verbände der freien Wohlfahrtspflege), Vereine (z. B. Fachgesellschaften) und Arbeitsgemeinschaften, in denen der Staat mitwirkt mit dem Ziel, die menschliche Gesundheit zu schützen und zu fördern": (Femmer, H.J. el al 1985)

Der ÖGD besteht aus den „Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, die dazu bestimmt sind, unmittelbar den Gesundheitszustand der Bevölkerung und bestimmter Bevölkerungsteile zu ermitteln und laufend zu überwachen, ihnen drohende Gefahren festzustellen und zu beseitigen sowie die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt zu fördern." (Leidl, J 2000)

Oft wird heute der öffentliche Gesundheitsdienst mit den Gesundheitsämtern gleichgesetzt. Von der Sachlogik her gehören jedoch z. B. die Arbeitsschutzbehörden oder die Lebensmittelüberwachungsbehörden ebenfalls zum Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Nach dem Grundgesetz ist das Gesundheitswesen grundsätzlich Ländersache. Der Bund kann allerdings gesetzgeberisch tätig werden bei den Bereichen Arbeitsschutz und Sozialversicherung, bei Maßnahmen zum Schutz vor den Gefahren der Kernenergie, gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, der Zulassung zu ärztlichen oder anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, dem Verkehr mit Arzneien, Heilund Betäubungsmitteln sowie Giften.

Auf Bundesebene ist die oberste Gesundheitsbehörde das

Bundesministerium für Gesundheit (BMG).
www.bmg.bund.de

Dem BMG unmittelbar nachgeordnet sind u. a. folgende Fachbehörden.

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
    www.bfarm.de
  • Robert-Koch-Institut
    www.rki.de
  • Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für Sera und Impfstoffe
    www.pei.de
  • Deutsches Institut für Medizinische Dokumentatio und Information
    www.dimdi.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    www.bzga.de

Die obersten Gesundheitsbehörden auf Länderebene sind die für das Gesundheitswesen zuständigen Landesministerien oder Senatoren. Weitere Behörden des Gesundheitswesens sind als höhere Behörden die Medizinaldezernate in Ländern mit Regierungsbezirken o. ä. sowie die Landesgesundheitsämter in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Brandenburg.

Als untere Gesundheitsbehörde schließlich sind die über 300 staatlichen oder kommunalen Gesundheitsämter in den Kreisen und kreisfreien Städten unmittelbar mit der Durchführung der Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes befasst. Ihre Aufgaben sind in den meisten Bundesländern in Landesgesetzen über den öffentlichen Gesundheitsdienst geregelt.

Die Konferenz der für das Gesundheitswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder (Gesundheitsministerkonferenz - GMK) koordiniert die Tätigkeiten der Länder im Gesundheitswesen. Deren Sitzungen werden von der Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) vorbereitet.

Der ÖGD hat vor allem folgende Aufgaben:

  • Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten (z. B. Tuberkulose, AIDS)
  • Überwachung von Wasser, Boden und Luft
  • Gesundheitlicher Umweltschutz, Umweltmedizin und -hygiene
  • Hygiene und Seuchenbekämpfung
  • Aufsicht über Einrichtungen des Gesundheitswesens: Krankenhäuser, Praxen von Ärzten, Zahnärzten oder Heilpraktikern, Apotheken, Einrichtungen des Blutspendewesens, Dialysestationen, Einrichtungen des Rettungs- und Krankentransportwesens
  • Überwachung von Freizeit- und Erholungsstätten, Badewesen, Sportstätten, Kinderspielplätzen, Campingund Zeltlagerplätzen, Flugplätzen, Häfen, Bahnhöfen
  • Überwachung des Verkehrs mit Lebensmitteln, Arzneien und Giften
  • Überwachung der Mitarbeiter bestimmter Berufe im Gesundheitswesen
  • Gesundheitliche Aufklärung und Gesundheitserziehung
  • Schulgesundheitspflege
  • Mutter- und Kind-Beratung
  • Vorbeugende Gesundheitshilfe sowie gesundheitliche Beratung und Betreuung von Patienten mit Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten sowie für Behinderte, Pflegebedürftige und Süchtige
  • zahnärztlicher Dienst für Kinder und Jugendliche (Primär- und Sekundärprophylaxe)
  • sozialpsychiatrische Dienste
  • Kinder- und Jugendärztliche Dienst
  • Amtliche Bescheinigungen, Zeugnisse und Gutachten
  • Sammlung und Auswertung von Daten, die für die Gesundheit der Bevölkerung bedeutsam sind (Gesundheitsberichterstattung)

Im folgenden sind beispielhaft einige Institutionen aufgeführt:


  • Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf
    www.akademie-oegw.de/
  • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
    www.lgl.bayern.de
  • Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
    www.aerzte.dbb.de
  • Bundesverband der Zahnärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
    www.bzoeg.de
  • Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
    www.lzg.nrw.de
  • Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V.
    www.sama.de

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.