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Gesundheitswissenschaften/Public health

Aufgaben und Ziele

Strukturelle und inhaltliche Veränderungen im Gesundheitswesen und an den Hochschulen sowie wissenschaftliche Entwicklungen führten seit Ende der 70er Jahre zu einer immer größer werdenden Professionalisierung und Akademisierung der im Gesundheitsbereich Tätigen. Ende der 80er Jahre begann an den Hochschulen der Aufbau von Forschung und Lehre im Bereich der Gesundheitswissenschaften/Public Health.

Die Definition der Begriffe „Gesundheitswissenschaft(en)" und „Public Health" wird von Wissenschaftlern unterschiedlich vorgenommen, es gibt also keine verbindliche oder allgemein anerkannte Definition. Teilweise wird zwischen diesen beiden Begriffen unterschieden, für andere sind sie identisch. (Hurrelmann/Laaser 1993, S. VII)

Von Waller werden diejenigen Wissenschaften als „Gesundheitswissenschaften" bezeichnet, die sich mit Gesundheit befassen: z. B. Gesundheitssoziologie, -Psychologie, -Pädagogik, -ökonomie, Umwelt- und Sozialmedizin. Wenn diese Wissenschaftsgebiete auf die Verbesserung der Gesundheit und Gesundheitsversorgung der Bevölkerung angewandt werden, so werden sie unter dem Begriff „Public Health" zusammengefasst (Walter 1996, S. 7)

Entsprechend dem Vorschlag von v. Troschke ist als Arbeitsbegriff „Public Health/Gesundheitswissenschaften" gebräuchlich, „um eine möglichst breite Beteiligung von Fachwissenschaften zur Bearbeitung von Gesundheitsfragen in der Bevölkerung einzubinden" (v. Troschke 1996, S. 15-16)

In der 2. Auflage des Public Health-Buchs (Schwartz et al. 2003, S. 823) wird Public Health folgendermaßen definiert: „Public Health beschäftigt sich mit dem Management kollektiver Gesundheitsprobleme. Public Health umfasst alle Analysen und Managementansätze, die sich vorwiegend auf ganze Populationen oder größere Subpopulationen beziehen und auf organisierbare Ansätze bzw. Systeme der Gesundheitsförderung, der Krankheitsverhütung und der Krankheitsbekämpfung, unter Einsatz kulturell und medizinisch angemessener, wirksamer, ethisch und ökonomisch vertretbarer Mittel."

Public Health ist gleichermaßen bevölkerungs- und systembezogen wie multidisziplinär. Nur im Zusammenwirken einer Vielzahl von Einzeldisziplinen können die angesprochenen Fragen erfolgreich bearbeitet werden.

Public Health / Gesundheitswissenschaften sind nicht nur in der Forschung multidisziplinär, sondern auch in ihren professionellen und edukatorischen Ansätzen. Einbezogen werden müssen alle Professionen, die im Gesundheitswesen eine entscheidende Rolle spielen oder als Partner gewonnen werden müssen. Dazu gehören neben den klassischen Gesundheitsberufen auch Lehrer, Journalisten, Architekten etc. Um ihre Mitarbeit zu erreichen, bedarf es gut ausgebildeter und kommunikationsfähiger Public Health-Experten auf den verschiedenen Ebenen und Einsatzgebieten.

Mittlerweile gibt es an den verschiedenen Hochschultypen ein sehr breites Spektrum von Studienangeboten mit vielen verschiedenen Studiengangbezeichnungen, Studienarten und Abschlussgraden: Grundständige Studiengänge, Aufbau-/Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge als postgraduale Studiengänge sowie Kontakt- bzw. Weiterbildungsstudiengänge. Zusätzlich gibt es außerhalb dieser Hochschulangebote viele Fortbildungsangebote. Insgesamt verändert sich das Gesamtangebot ständig und die Akademisierung und Professionalisierung führt auch dazu, dass sich die Palette der Tätigkeitsbezeichnungen im Gesundheitsbereich erweitert.

Mit der Einführung gestufter Studiengänge im Zuge des Bologna-Prozesses und dem daran gebundenen Verfahren der Akkreditierung dieser Studiengänge, sind die Voraussetzungen geschaffen worden, fachlich inhaltliche Qualitätsstandards zu gewährleisten, die Berufsrelevanz der Studienabschlüsse, die Transparenz und Qualität der Ausbildung sowie die internationale Kompatibilität dieser Studiengänge sicherzustellen.

Im folgenden sind beispielhaft einige Institutionen aufgeführt:


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Maarweg 149 - 161 / 50825 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300 /
E-Mail:
poststelle(at)bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order(at)bzga.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.