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Foto eines Leuchtturms als Symbol für Orientierung

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Selbsthilfe

Aufgaben und Ziele

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es zahlreiche Selbsthilfezusammenschlüsse. Das sind einmal die Selbsthilfegruppen als selbstorganisierte, freiwillige und oft lose Zusammenschlüsse und zum anderen die Selbsthilfeorganisationen, in denen Selbsthilfegruppen in einem höherer Grad z. B. auf Länder- oder Bundesebene organisiert und institutionalisiert sind.

Selbsthilfe fand und findet in verschiedenen Formen und in verschiedenen Bereichen statt. Neben der professionell oder anders organisierten Fremdhilfe können Einzelne in Gruppen durch Selbsthilfe sich gegenseitig helfen, ihr Wissen erhöhen, ihre Isolation überwinden und Defizite aufzeigen.

Im Gesundheits- und Sozialbereich hat die Selbsthilfe ab Mitte der 70er Jahre zunehmende Bedeutung erlangt und dem professionellen System ein Laiensystem gegenübergestellt. Nach anfänglicher teilweiser Abgrenzung und Ablehnung haben sich für beide Systeme ergänzende, stützende und fördernde Strukturen entwickelt.

Besonders die psychosozialen und die medizinischen Selbsthilfegruppen haben einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von kranken, behinderten oder genesenden Menschen geleistet. Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und umfassende Information verhelfen Betroffenen zur besseren individuellen Krankheits- und Lebensbewältigung. Selbsthilfegruppen und Organisationen geben aber auch wichtige Hinweise auf Lücken und notwendige Verbesserungen der medizinischen Versorgung. Sie tragen damit erheblich zur Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems bei.

Seit der Gesundheitsreform vom Dezember 1999 wurden die Rechtsgrundlagen der Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen konkreter und verlässlicher gestaltet. So heißt es im § 20, Absatz 4 in der Fassung des Gesetzes zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Nachhaltigkeitsgesetz) vom 21. Juli 2004 (BGBI. 1 S. 1791):

„(4) Die Krankenkasse soll Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen fördern, die sich die Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einer der im Verzeichnis nach Satz 2 aufgeführten Krankheiten zum Ziel gesetzt haben. Die Spitzenverbände der Krankenkassen beschließen gemeinsam und einheitlich ein Verzeichnis der Krankheitsbilder, bei deren Prävention oder Rehabilitation eine Förderung zulässig ist; sie haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und Vertreter der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen zu beteiligen. Die Spitzenverbände der Krankenkassen beschließen gemeinsam und einheitlich Grundsätze zu den Inhalten der Förderung der Selbsthilfe; eine über die Projektförderung hinausgehende Förderung der gesundheitsbezogenen Arbeit von Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen durch Zuschüsse ist möglich. Die in Satz 2 genannten Vertreter der Selbsthilfe sind zu beteiligen. Die Ausgaben der Krankenkasse für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach Satz 1 sollen insgesamt im Jahr 2000 für jeden ihrer Versicherten einen Betrag von 0,51 Euro umfassen; sie sind in den Folgejahren entsprechend der prozentualen Veränderung der monatlichen Bezugsgröße nach §’18 Abs. 1 des Vierten Buches anzupassen."

Im folgenden sind beispielhaft einige Selbsthilfegruppen aufgeführt:


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